25 Oberstufen-Schauspieler:innen der unverbindlichen Übung Darstellendes Spiel folgten der Einladung des Wiener Organisationskomitees und präsentierten vor internationalem Publikum eine mehrsprachige Performance mit Musik und Tanz. E-Gitarre, Schlagzeug, neutestamentliche Heilungsperikopen im Stil des japanischen NO-Theaters, eine Erzählung aus dem Ukrainekrieg und ein Dialog zwischen Nietzsche und Brecht umkreisten das Thema des Stücks – die Suche nach Gott.

Dieses Jahr hat die DSP-Gruppe des Sacré Coeur zusätzlich zum großen, von Professor Thorwartl verfassten Stück auf Einladung das Theodrama LUMINA für den internationalen Kongress der Sacré Coeur Anciennes (AMASC, 120 Personen aus 10 Ländern) zu Anfang des Schuljahres aufgeführt. LUMINA bestand aus sieben, sehr verschiedenen Akten und wurde in vier Sprachen inszeniert.
Mal wurden Sequenzen aus der Bibel mithilfe von Elementen des japanischen No-Theaters (Trennung von Sprache und Handlung), anonymisierender Gesichtsmasken und Lesungen kreativ dargestellt, mal konfrontierten Sprecherinnen von der Kanzel, der Orgel und dem Kirchenschiff ZuschauerInnen mit von Friedrich Nietzsche und Bertold Brecht inspirierten Äußerungen oder Situationen aus dem Ukraine-Krieg. Prof. Gruber intensivierte mit Gitarre und Schlagzeug die Dramatik der Akte.
Ich habe die Rolle der Kanzelsprecherin übernommen. Es hat mich zwar anfangs ein wenig Überwindung gekostet, über recht  anspruchsvolle Themen wie Krieg und Leiden selbstsicher und klar sprechen zu können, letztendlich aber war „Lumina“ eine sehr einprägsame Erfahrung.
Die Atmosphäre der ausschließlich mit Kerzen beleuchteten Kirche war absolut atemberaubend und hat uns SchauspielerInnen sehr geholfen, noch intensiver in unsere Rollen einzutauchen.
„Lumina“ wurde zwar nur ein einziges Mal aufgeführt, ist aber trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, mein absolutes Lieblingsstück, in dem ich in meinen vier Jahren bei DSP je mitwirken durfte.
Julia Schmid, 7CE

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